Uwe

Uwe ist bei der Aktion begeistert von der Anteilnahme
Uwe ist bei der Aktion begeistert von der Anteilnahme: Uwe und seine Frau Mareen im Gespräch mit Ines Baumgarten (re.).

„Hilfe für Uwe und Andere“


Im Oktober  2011 bekam der Passower Uwe die Diagnose Leukämie, eine akute Form, so dass nur die Transplantation als Option für eine Heilung im Raum stand. Eine Welt brach zusammen für Uwe und seine Familie.
Axel und Ines Baumgarten kannten Uwe persönlich. Schon Jahre zuvor lernten sie sich kennen und die Krankheit brachte sie wieder zusammen.
Als Initiative „Uckermark gegen Leukämie“ hatten sie bereits viele Erfahrungen bei der Organisation und Durchführung von Typisierungsveranstaltungen und nun wollten sie auch bei der Suche nach einem Spender für Uwe helfen.
Der Entschluss wurde schnell gefasst. Uwe freute sich über diese Unterstützung und seine Familie war sofort mit dabei und mit im Boot und unterstützte tatkräftig von Anfang an.
„Uckermark gegen Leukämie“ organisierte  mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS)  eine Großaktion und im Vorfeld wurde viel Presse und Aufklärung betrieben, um viele Menschen mit dem Thema zu konfrontieren und aufzuklären und sie dazu zu bewegen, sich am Aktionstag in die Datei der DKMS registrieren zu lassen.

Am 17. Dezember 2011 war es dann soweit.
891 potenzielle Stammzellspender ließen sich an diesem Tag für Uwe und andere Patienten typisieren. Die Flure im Klinikum waren gefüllt, niemand machte Druck, alle waren gekommen um zu helfen.
Eine geplante Nachtypisierung im Einkaufscenter „Oder-Center“ in Schwedt brachte nochmals 133 Bürger dazu, sich registrieren zu lassen.
Parallel dazu konnten die Bürger Blut spenden und/ oder sich ebenfalls typisieren lassen.
Weiterhin fand im Dezember noch eine Firmentypisierung in Uwe’s Firma statt, wo er bislang gearbeitet hatte bis zur Diagnose. 89 seiner Kollegen und diese Firma war nicht viel größer von der Mitarbeiterzahl handelten sofort und wollten helfen und ließen sich als Stammzellspender aufnehmen. Die Firma  unterstützte dies und jede Typisierung wurde von Uwe’s Arbeitgeber übernommen, das heißt jede einzelne Typisierung, die mit 50 Euro Laborkosten zu Buche schlägt, wurde bezahlt.
Alles in allem ließen sich bei der Aktion „Hilfe für Uwe und Andere.“ 1113 Menschen als potenzielle Stammzellspender in die Datei der DKMS aufnehmen, um vielleicht irgendwann mal Lebensretter zu sein.
Die Firma von Uwe spendete 4450,00 EUR und finanzierte somit die kompletten Kosten dort im Hause und am Tag der Aktion konnten über weitere 2400,00 EUR gesammelt werden.

Fotos: Manuela Lenz